RONAL IT FELGEN SUCCESS

Interview mit Andreas Dusold, Head of IT Support, RONAL GROUP

17. Mai 2018

Herr Dusold, wie schätzen Sie den Stellenwert der IT für das Geschäft der RONAL GROUP ein?
Die IT hat eine sehr wichtige Dienstleistungsfunktion: Business unterstützen, Prozesse abbilden, permanente, hochverfügbare Services planen und steuern. Als international tätige Rad-Herstellerin sind wir Teil einer eng kalkulierten Automobilzulieferkette. Die IT-gestützte Logistik, Produktionsplanung und -steuerung und die effiziente Lagerverwaltung sind absolut geschäftskritisch. Die IT der RONAL GROUP ist aufgeteilt in die drei Bereiche IT Infrastruktur, IT Support und Business IT.


Welche Business-Anforderungen stellt die RONAL GROUP an die IT und den IT-Betrieb?
Die Räderwerke laufen 7x24 Stunden im Schichtbetrieb, es gibt sehr wenig Stillstandzeiten. Und somit auch nur wenige und zeitlich knapp bemessene Zeitfenster für Umstellungen. Das ist sehr anspruchsvoll für die Systemwartung und ein wichtiger Grund, die Platinum Support Services von ITpoint zu abonnieren.

Wie lässt sich die IT-Strategie der RONAL GROUP in wenigen Worten zusammenfassen?
Die IT der RONAL GROUP konzentriert alle Aktivitäten auf die wirkungsvolle Unterstützung der Business Prozesse in der gesamten RONAL GROUP. Zuverlässige Shared IT Services bilden die solide Basis. Mit weitsichtiger und umsichtiger Führung und Planung schaffen wir den Rahmen für moderne, sichere, stabile und kosteneffiziente IT, optimal auf die RONAL GROUP Prozesse abgestimmt.

Sie sind verantwortlich für den weltweiten IT-Betrieb und -Support: Was sind Ihre typischen Herausforderungen?
Die IT der RONAL GROUP hat eine zentrale Rolle und gibt die Vorgaben und Standards für die Managed IT Services, die gruppenweit gelten. In den einzelnen Ländern gibt es lokale IT-Teams vor Ort, welche diese Vorgaben umsetzen. Wir haben für die IT also eine Matrix-Organisation – dies muss bei der Planung und Koordination berücksichtigt werden.

Warum hat sich die RONAL GROUP für die Zusammenarbeit mit ITpoint Systems AG entschieden?
Wir haben ausgewiesene IBM Power Spezialisten in der Schweiz gesucht, mit Augenmerk auf hochwertige Operation Services (Verfügbarkeit, Support und Wartung), weil unser eigenes IT-Team in der Schweiz weder das Know-how noch die personellen Ressourcen dafür hat. Das Konzept von ITpoint mit den ORIA Prime Managed Services hat uns überzeugt, auch preislich. Zudem hat ITpoint sehr grosses IBM Power Know-how und ist ein flexibler Partner. Diese Kombination hat uns den Entscheid einfach gemacht.

Schritt für Schritt haben Sie in den letzten Jahren Ihre lokale IT-Infrastruktur erst in die ORIA Cloud der ITpoint gespiegelt, danach in einer hybriden ORIA-Infrastruktur von ITpoint betreiben lassen und werden nun das ‚Blech‘ ganz weglassen und Ihre IT komplett aus der ORIA Shared-Cloud-Umgebung beziehen. Was waren die Gründe für diesen Entscheid?
Wir hatten zwar eine IBM iSeries Maschine in Härkingen stehen, aber kein iSeries-Knowhow in der Schweiz. Die Updates spielte zweimal jährlich eine Person von IBM ein. Für alles andere mussten wir jeweils IT-Kollegen aus Deutschland einfliegen oder im Dreieck mit ihnen und den IBM-Technikern telefonieren – das war auf die Dauer mühsam. Wir haben deshalb den Betrieb dieser IBM Power Maschine gerne abgegeben.

Der Entscheid, die physische Maschine ganz abzulösen und nur noch Managed Services zu nutzen, drängte sich förmlich auf, als wir sahen, dass die IBM Power-Dienste als Service aus dem ITpoint-Rechenzentrumvöllig problemlos und performant funktionieren.

Wie zufrieden sind Sie heute mit diesem Entscheid?
Wir haben bisher nur gute Erfahrungen gemacht. Nachdem das erste Räderwerk aufgeschaltet war und wir keinerlei Performance-Probleme feststellen konnten, hat das bei uns einen veritablen Domino-Effekt ausgelöst. Auch der 7x24 Support funktioniert tadellos. Zum Beispiel gab es kurz vor Ostern einen kleinen Störfall – ITpoint hat ihn schnell und kompetent behoben, alles bestens.

Verbindung zwischen allen Standorten über 1 Provider, Netzwerk ist Verantwortung der RONAL GROUP (über Provider), zwischen RZ ist zusätzlich ITpoint-Verbindung => doppelte Absicherung, 2 Zugangspunkte und diese nochmals redundant.

Wie haben Ihre Mitarbeitenden auf diese Auslagerung reagiert? Wie haben sich die Aufgaben verändert?
Für uns im Support hat die Auslagerung eigentlich keine Auswirkungen gehabt. Wir hatten ja selber kein IBM Know-how, niemand musste sich umorientieren. Heute müssen wir einfach nicht mehr unsere Kollegen in Deutschland bemühen, sondern ITpoint kümmert sich um den ganzen Betrieb der IBM Power-Plattform.

Das ERP-System Infor Xpert läuft auf IBM i / OS400. Welchen Faktor spielte diese Rolle beim Auslagerungsentscheid?
Infor Xpert ist natürlich eine unternehmenskritische Applikation – wenn die ausfällt, steht die Fertigung still. Von daher ist es sehr wichtig, die hohe Systemverfügbarkeit und Support rund um die Uhr zu garantieren. Das konnten wir intern nicht leisten und das war deshalb schlussendlich ausschlaggebend für das Outsourcing.

Die RONAL GROUP ist weltweit tätig und hat 13 Produktionsstandorte in 8 Ländern. Warum haben Sie sich für den IT-Betriebsstandort Schweiz und für einen Schweizer Partner entschieden?
Die IBM Power Maschine stand bei uns in Härkingen. Die zentrale IT der RONAL GROUP ist ebenfalls in der Schweiz. Mit ITpoint haben wir einen kompetenten IBM Power Partner nahe bei, dessen Managed Services aber auch unsere Werke im Ausland nutzen können. Deshalb war der Entscheid für ITpoint naheliegend. Das Fernziel ist, das ERP-System Infor Xpert für alle RONAL Standorte in der Schweiz im ITpoint Rechenzentrum zu konsolidieren.

Wie reagierte die Geschäftsleitung der RONAL GROUP auf den Vorschlag, die wichtige Kernapplikation Infor Xpert und das Datawarehouse und Enterprise Information System Aruba EIS ausserhalb des Unternehmens betreiben zu lassen?
Wir haben das zu Beginn intern diskutiert. Dann war auch in der Geschäftsleitung relativ schnell die Bereitschaft da, mit dieser IBM Power Plattform ein erstes Cloud Projekt zu machen. Als Pilotprojekt, sozusagen. Weil die Daten in der Schweiz bleiben, ist das Outsourcing zu ITpoint gut akzeptiert worden. Auch aufgrund der grossen Vorteile in Sachen Know-how und 7x24 Stunden-Support im Vergleich zur internen Lösung.

Mit der Auslagerung haben Sie die Betriebs-Verantwortung für die IT abgegeben, wie lebt es sich mit dieser Situation? Vorteile? Nachteile?
Es lebt sich sehr gut, weil wir mit ITpoint eine Lösung mit Support rund um die Uhr haben, die zuverlässig und gut funktioniert. Früher war das mühselig, weil wir selber eben keine Fachleute hatten. Nachteile konnte ich bisher keine feststellen.

Wie erleben Sie die Transitionsphase? Wie gross war Ihr Aufwand während der Umstellungsphase? Und wie lange haben die Umstellungen gedauert bzw. rechnen Sie noch ein, für jeden der drei Schritte?
Für uns war das ja das erste Cloud-Projekt. Wir haben uns zuerst intern finden und organisieren müssen, wie das geht. ITpoint hat uns aufgezeigt, wie man es macht und welche Schritte nötig sind. Gemeinsam haben wir die einzelnen Phasen für die Transition in die Cloud-Umgebung definiert. Zwei Personen aus dem ITpoint IBM Power-Team sind seit Beginn für das gesamte Projekt zuständig und ziehen das durch, zusammen mit einem IT-Ansprechpartner bei uns. Die Migration in drei Phasen hat dank der guten Vorplanung reibungslos funktioniert; sogar mit den sehr engen Zeitfenstern in unseren Werken. Und von der Erfahrung der beiden ITpoint-Leute haben wir sehr viel profitiert.

Ab (oder seit) welchem Zeitpunkt rechnet sich dieses Outsourcing auch finanziell?
Das Outsourcing rechnet sich auf jeden Fall nur schon wegen 7x24 Support und wegen der relativ hohen Anschaffungskosten der Hardware. Jetzt gibt es die neue IBM Power 9 System, die Anschaffung einer solchen Maschine hätte sich für die RONAL GROUP alleine nie gerechnet. Wir können nun in der ORIA Cloud Umgebung die moderne IBM Power 9 Infrastruktur nutzen, und die Gesamt-IT-Kosten sinken sogar. Es ist tatsächlich so!

Zum Schluss: Würden Sie, Stand heute, etwas anders machen? Was?
Ja, aber noch einen Schritt früher: Ich würde von Anfang an gar keine eigene Hardware für dieses System kaufen, sondern sofort auf Managed Services setzen. Dann kann man sich die Transition sparen! Die Migration in die Cloud war auch aus heutiger Sicht die richtige und konsequente Entscheidung.

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