Interview mit Adrian Brogle - CIO Jakob Müller AG

30. Juni 2016

speaker adrian brogleHallo Herr Brogle. Vor 1 ½ Jahren haben Sie entschieden die IBM i Plattform (ehemals AS/400) an ITpoint Systems AG auszulagern. Wie zufrieden sind Sie heute mit diesem Entscheid?
Ich bin mit diesem Entscheid sehr zufrieden. Alle unsere Erwartungen wurden übertroffen. Die Zusammenarbeit ist ausgezeichnet.

Was waren die Gründe für diesen Entscheid?
Hoher Grundaufwand für nur ein System, verbunden mit einer grossen Personenabhängigkeit.

Wie haben Ihre Mitarbeitenden auf diese Auslagerung reagiert?
Da die betroffene Person eine sehr gute externe Alternative gefunden hatte, war die Reaktion sehr positiv. Es wurde als grosse Erleichterung angesehen, dass wir nun rund um die Uhr von einem sehr kompetenten Partner betreut werden.

Wie ist dieser Vorschlag diese Plattform ausserhalb betreiben zu lassen in ihrer Geschäftsleitung angekommen?
Da es sich bei ITpoint um eine seriöse, inhabergeführte Schweizer Firma handelt, kam der Vorschlag bei der Geschäftsleitung sehr gut an.

Auszulagern heisst, Sie geben die Infrastruktur Plattform und somit die Verantwortung ab, wie lebt es sich mit dieser Situation?
Mit dieser Situation lebt es sich sehr gut. Die Auslagerung ist eine Entlastung und erlaubt es uns, andere für die Firma sehr wichtige Projekte mit mehr Ressourcen anzugehen.

Wie gross war ihr Aufwand während der Umstellungsphase und wie lange hat diese Phase gedauert?
Der Aufwand war überraschend klein. Vom Entscheid bis zur definitiven Umstellung hat es 3 Monate gedauert. Der grösste und anspruchsvollste Teil der Umstellung war die Integration in unser Netzwerk.

Welche Hürden mussten genommen werden?
Ausser der Integration in das Netzwerk gab es keine grösseren Hürden.

Ab welchen Zeitpunkt hat sich dieses Outsourcing auch finanziell gerechnet?
Die finanzielle Einsparung konnten sehr rasch im erwarteten Rahmen erzielt werden. Sie war aber nicht sehr gross. Wir haben aber heute viel mehr Sicherheit (Personenunabhängigkeit, Rechenzentrum, gespiegelte Daten, Notfallkonzept) und eine kurzfristige Skalierbarkeit für z.B. Release-Wechsel. Würde man auch diese Vorteile bei der finanziellen Betrachtung mit einbeziehen, wären die Einsparungen um einiges grösser.

Rückblickend: was würden Sie heute anders machen?
Bei dieser Frage fällt mir nichts ein. Wir haben bei diesem Projekt alles richtig gemacht.

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