DevOps bei ITpoint – Gründe und erste Erfahrungen

2. Mai 2019

Per Anfang März 2019 haben wir bei ITpoint mit DevOps gestartet. DevOps verändert nicht nur unsere Arbeitsweise, sondern bedeutet ein Kulturwandel - mit direkter Auswirkung auf die Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Grund genug für eine erste Zwischenbilanz.

Agilität, Eigenverantwortung und Selbstorganisation sind Schlagworte, die gerne und häufig verwendet werden. Welches Unternehmen möchte nicht gerne agil sein und Mitarbeitende beschäftigen, die eigenverantwortlich handeln und sich in ihren Teams selbst organisieren? Genau hier setzt DevOps an.

DevOps ist einschneidend
DevOps ist kein Tool, keine Software und auch keine Technologie. Es ist weder eine Methodik noch ein Prozess. DevOps wird als Unternehmenskultur mit bestimmten Prinzipien verstanden, mit dem wir leistungsfähiger werden wollen. DevOps kommt ursprünglich aus der Software-Entwicklung. Der Betriff stellt sich zusammen aus Development und Operations. Das heisst, dass sich die DevOps Teams um Entwicklung (Systeme bauen) sowie den Betrieb (Systeme betreiben) ganzheitlich kümmern und somit auch die Verantwortung für ihren Teilbereich und Services «end-to-end» als Team wahrnehmen. Wie sie sich intern organisieren, um Entwicklung und Betrieb gleichermassen sicherzustellen, ist ihnen - abgesehen von Grundregeln – selbst überlassen.

Was wollen wir mit DevOps erreichen?

  • Kundenzufriedenheit erhöhen
  • Mitarbeiterzufriedenheit erhöhen
  • Zusammenarbeit innerhalb der Teams und teamübergreifend verbessern
  • Budgeteinhaltung in Projekten verbessern
  • Termintreue Umsetzung von Tasks
  • Effizienz von Problemlösungen erhöhen

Vier Streams
Die Umsetzung bei ITpoint lässt sich in vier Bereiche aufteilen:

  • Aufbauorganisation: Die Delivery-Organisation bei ITpoint war bis anhin traditionell organisiert; mit Service Desk, Operations und den einzelnen Engineering Teams, die nach Fachbereichen strukturiert waren. Der Service Desk als «SPOC» (Single Point of Contact) für unsere Kunden haben wir unverändert belassen. Die Operations-Mitarbeitenden haben wir hingegen in die Engineering Teams überführt und daraus die DevOps Teams definiert.
  • Methodik & Tools: Grundregeln für Planung, Priorisierung und Kommunikation von Aufgaben wurden erarbeitet, Rollen neu definiert respektive konkretisiert. Zur Visualisierung des Arbeits-Backlogs sowie des Arbeitsfortschritts wird pro DevOps Team ein Kanban-Board in einem Tool namens «Trello» eingesetzt.
  • IT Service Management Prozesse: Bestehende ITSM-Prozesse wie auch das Projekt Management Vorgehen wurden auf deren DevOps-«Verträglichkeit» überprüft und wo nötig angepasst.
  • Kultur: Zweifelsohne der schwierigste, aber auch wichtigste Aspekt ist es, eine Änderung der Denkweise der Mitarbeitenden herbeizuführen (Mindeset Change) und nachhaltig zu verankern. Auch wenn in der Vergangenheit Selbstverantwortung, Eigeninitiative und autonomes Arbeiten bei ITpoint unterstützt und gefördert wurden, bedeutet der Wandel mit DevOps eine signifikante Veränderung für viele Mitarbeitende. Awareness Workshops, Schulungen, Team Workshops und viele individuelle Gespräche haben geholfen, die Mitarbeitenden schrittweise in die DevOps-Kultur zu begleiten.

Ein erster Erfahrungsbericht
Etwas über zwei Monate ist das Go-Live von DevOps bei ITpoint her und alle Teams sind eingespurt. Die Scrum Master (als Coaches der DevOp Teams) haben, wie erhofft, einen positiven Geist vorgelebt. Die plötzliche Sichtbarkeit aller Aufgaben in den Teams war meist hilfreich, hat aber auch Mängel offenbart und rote Köpfe verursacht. Insgesamt ist die Umstellung auf DevOps für alle planbaren Aufgaben (Changes, Service Requests, Projekte) überraschend reibungslos verlaufen, wohingegen speziell der Umgang mit komplexeren Incidents (nicht planbar) noch nicht bei allen Teams optimal eingespielt ist.
Wir sind uns bewusst, dass dies erst der Anfang ist und es viel Geduld und Zeit benötigt, um DevOps zu festigen und kontinuierlich zu verbessern. Wie heisst es doch so schön: der Weg ist das Ziel!

Blog